Es regnet.
Nicht so ein netter, kurzes Schauer-Regen, der nach zwanzig Minuten aufhört und die Luft frisch macht. Nein. Der andere. Der, der morgens anfängt und einfach beschließt, den ganzen Tag zu bleiben — wie ein Gast, den niemand eingeladen hat.
Man schaut kurz aus dem Fenster. Regen. Eine Stunde später nochmal. Immer noch Regen. Gleicher Regen, wahrscheinlich. Hat sich häuslich eingerichtet.
Die Theorie sagt: perfekter Tag zum Lesen, Nachdenken, produktiv sein. Die Praxis sagt: man sitzt auf dem Sofa, schaut auf den Regen und denkt an nichts Bestimmtes. Das ist auch okay.
Die Bank draußen ist nass. Heute sitzt da keiner.
